Ölfilter
Ein Ölfilter ist eine zentrale Komponente in Systemen, die auf Schmier-, Isolier- oder Hydrauliköle angewiesen sind. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Schmutzpartikel, Abrieb, Wasser und andere Verunreinigungen aus dem Öl zu filtern, bevor diese sensible Komponenten wie Lager, Ventile oder Pumpen erreichen können. Dadurch tragen Ölfilter wesentlich zur Lebensdauer, Effizienz und Betriebssicherheit von Maschinen, Anlagen und Fahrzeugen bei.
Wie funktioniert ein Ölfilter?
Ein Ölfilter reinigt das Öl von festen und flüssigen Verunreinigungen, bevor es wieder in den Kreislauf einer Anlage oder eines Motors gelangt. Dabei spielt die physikalische Abscheidung eine zentrale Rolle: Das verschmutzte Öl strömt durch ein spezielles Filtermedium, das Partikel wie Abrieb, Staub, Rückstände von Dichtungen oder Metallspäne zurückhält. Das Ziel besteht darin, die Reinheitsklasse des Öls auf einem konstant hohen Niveau zu halten, da nur sauberes Öl seine Funktion als Schmier-, Kühl- oder Kraftübertragungsmedium zuverlässig erfüllen kann.
Im Allgemeinen wird zwischen drei verschiedenen Funktionsarten von Ölfiltern unterschieden:
- Nebenstromfilter: Ein Teil des Ölstroms wird abgezweigt und dann gefiltert (ca. 5–10 %). Das gefilterte Öl fließt dann zurück in die Ölwanne oder in den Schmierkreislauf.
- Vollstromfilter: Bei dieser Art von Filtration sitzt der Filter direkt vor dem Ölstrom, der zur Schmierung verwendet wird. So wird das gesamte Öl gefiltert, bevor es weitergeleitet wird, und größere Verschmutzungen werden zurückgehalten.
- Zentrifugalfilter: Die Ölaufbereitung basiert auf dem Prinzip der Fliehkraft, um Verunreinigungen aus dem Öl zu entfernen. Dazu wird das Öl in Rotation versetzt. Durch die dabei entstehende Zentrifugalkraft werden schwerere Schmutzpartikel nach außen gedrückt und abgeschieden.
Die Bedeutung von Ölfilter für Anlagen & Co.
In industriellen Anlagen, mobilen Arbeitsmaschinen oder stationären Hydrauliksystemen sorgen Ölfilter für stabile Betriebsbedingungen und reduzieren das Risiko von Störungen im laufenden Prozess. Durch die gezielte Entfernung von Partikeln, die während des Betriebs entstehen oder von außen eingetragen werden, tragen sie dazu bei, kritische Toleranzen im System zu minimieren und einen ununterbrochenen Funktionsfluss zu gewährleisten. Zudem unterstützen moderne Filtersysteme dabei, die Ölqualität über längere Zeiträume konstant zu halten, was die Wartungsintervalle verlängert und Kosten senkt. Gerade in automatisierten oder durchgehend laufenden Anlagen sind zuverlässige Ölfilter daher ein wesentlicher Faktor für Effizienz und Produktionssicherheit.
Wie oft sollte der Ölfilter gewechselt werden?
Wie oft ein Ölfilter ausgetauscht werden muss, hängt stark vom Einsatzbereich, der Belastung und der Qualität des eingesetzten Öls ab. In der Industrie werden Filter im Rahmen geplanter Wartungen oder nach Ablauf einer bestimmten Betriebszeit gewechselt. Moderne Anlagen sind oft mit Sensoren ausgestattet, die einen drohenden Filterverschleiß oder eine Verstopfung frühzeitig signalisieren. Die folgenden Wechselintervalle können dabei als Orientierungswerte herangezogen werden:
- Hydraulikanlagen: Der Wechsel des Ölfilters erfolgt meist alle 2.000 bis 8.000 Betriebsstunden, abhängig von der Ölreinheitsklasse, der Filterfeinheit und den Betriebsbedingungen. Eine regelmäßige Überprüfung des Differenzdrucks (Druckdifferenz zwischen Filterein- und -ausgang) ist hierbei unerlässlich.
- Fahrzeuge: Bei Pkws, Lkws und Co. wird der Filter in der Regel im Rahmen des Ölwechsels alle 10.000 bis 30.000 Kilometer getauscht (oder mindestens einmal jährlich) – abhängig von Fahrzeugtyp, Fahrweise und verwendetem Motoröl.
Gut zu wissen: Um den optimalen Wechselzeitpunkt zuverlässig zu bestimmen, empfiehlt sich eine regelmäßige Ölanalyse. Sie liefert präzise Informationen über den Zustand des Öls, etwa über Verunreinigungen, Wassergehalt oder den Verschleißzustand von Anlagenkomponenten. So lassen sich unnötige Filterwechsel vermeiden – oder kritische Zustände frühzeitig erkennen. Das Team von Gustav Schmidt bietet Ihnen hierzu eine schnelle und zuverlässige Analyse und berät Sie gerne zu allen Fragen rund um die Ölfilterung und -reinigung. Kontaktieren Sie uns jetzt!
Verstopfter Ölfilter – Anzeichen erkennen
- Leistungsabfall: Bei Hydraulik- oder Schmieranlagen kann ein verstopfter Filter zu Kraftverlusten, ungenauen Bewegungen oder Störungen im Betrieb führen.
- Verringerte Durchflussmenge: Ein schmutziger Filter kann den Ölstrom drosseln. Dies macht sich beispielsweise durch verzögerte Bewegungsabläufe bemerkbar.
- Niedriger Druck: In manchen Fällen fällt der Gesamtdruck im System ab, weil das Öl nicht mehr ungehindert zirkulieren kann. Besonders in hydraulischen Anlagen kann dies zu Leistungseinbußen führen – etwa bei langsamer werdenden Zylindern oder mangelndem Kraftaufbau.
- Warnmeldungen leuchten auf: Bei vielen modernen Steuerungssystemen wird der Filterzustand mithilfe von Sensoren kontinuierlich überwacht. Wird eine Verstopfung erkannt, kann dadurch automatisch eine Störmeldung ausgelöst werden.
- Anstieg der Öltemperatur: Wenn der verstopfte Filter den Durchfluss behindert, kann es zu einem Wärmestau kommen. Die Öltemperatur steigt, was wiederum die Ölalterung beschleunigt.
- Geräuschentwicklung im System: Ungewöhnliche Geräusche in der Anlage können auf Druckschwankungen hinweisen, die durch den blockierten Filter verursacht werden.